Prävention und Entwicklung von Allergien

Menschen haben unterschiedliche Veranlagungen für Allergien – ein Irrglaube
ist jedoch, dass die Veranlagung alleine schon die Allergie auslöst. Es sind
verschiedene Faktoren, die Einfluss auf den allergischen Verlauf haben und somit
kann auch rechtzeitig vorgesorgt werden. So spielen z.B. Umwelteinflüsse und der
allgemeine Gesundheitszustand eine wichtige Rolle.
Ein Fehler während der Schwangerschaft kann eine bestimmte Diät der Mutter
sein, wie z.B. der Verzicht auf Nüsse. Dadurch lernt das Ungeborene den Umgang
mit dem Lebensmittel nicht und kann so im Alter verstärkt allergisch reagieren.
In der Zeit des Abstillens ist es auch wichtig, das Kind nicht mit allen
Lebensmittelformen auf einmal zu konfrontieren – es sollte langsam an die
Vielfalt von Nahrungsmitteln gewöhnt werden. Manche Mütter wollen einer
Lactoseintoleranz vorbeugen und ersetzen Kuhmilch durch Ziegen-oder Schafsmilch
ohne zu wissen, dass auch hier Milchzucker enthalten ist.
Was ist zu tun, wenn sich abzeichnet, dass eine
Lebensmittelunverträglichkeit die Ursache körperlicher Beschwerden ist?
Es gibt Aspekte, die im Verlauf einer Allergie beachtet bzw. auf die
zurückgegriffen werden sollte:
  • Allergenkarenz – Vermeidung des auslösenden
    Allergens
    Hierzu zählen generell Verhaltensweisen und Maßnahmen,
    um den Kontakt mit Allergenen zu vermeiden. Das heißt, bei einer
    Lebensmittelallergie muss zum einen auf die Produkte, bei denen das Allergen
    sowie auch nur Spuren davon offensichtlich enthalten sind, verzichtet werden.
    Aber auch „versteckte“ Allergene müssen aufgespürt werden: Viele Medikamente
    enthalten z.B. Inhaltsstoffe, mit denen man nicht rechnet, wie z.B. Lactose.
    Deswegen sollte auf allem, was man zu sich nimmt, ein besonderes Augenmerk
    liegen. Es ist unerlässlich, alle Inhaltsstoffe zu überprüfen.
  • Symptome lindern durch Medikamente und andere
    Methoden

    Was jeder Allergiker kennt: Die medikamentöse Behandlung
    hilft sehr häufig, um die Symptome zu lindern. Was viele jedoch falsch
    verstehen, ist, dass man durch Einnahme der Medikamente grenzenlos alles essen
    kann. Es sollte darauf geachtet werden, dass nur zur Not auf Medikamente
    zurückgegriffen wird, um einen Stoff verträglicher zu machen. Hier sollte man
    sich mit einem Arzt oder Apotheker absprechen, welche Tabletten oder Kapseln
    am besten geeignet sind.
  • Auf Ernährung und Gesundheit achten
    Bei
    Nahrunmgsmittelallergien sollte aber nicht nur das Essverhalten bez. der
    unverträglichen Bestandteile verändert, sondern es sollte generell auf eine
    gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Ein gestörtes
    Säure-Basen-Verhältnis des Verdauungstraktes kann zu einer angegriffenen
    Darmflora führen, was dann Allergien mit unterstützt.
 Maßnahmen, um einer Allergie und deren schweren Folgen vorzubeugen,
sind grundsätzlich
  1. Wenn das familiäre Umfeld bereits unter Allergien leidet, auf erste
    Anzeichen achten und diese ernst nehmen (Genfaktor)
  2. Wenn sich Beschwerden (unerklärliche Kopfschmerzen, Juckreiz,
    Darmstörungen etc.)einstellen, die Ursache herausfinden – entweder durch
    gezielte Lebensmitttelkarenz oder durch Testverfahren
  3. Auf ein gesundes Umfeld achten und Nahrungsmittel möglichst in Reinform zu
    sich nehmen, also auf Fast-Food-Artikel verzichten
  4. Produkte möglichst in Bioqualität verzehren
Generell gilt: Je früher eine Allergie bekannt ist, desto eher kann
eingegriffen werden und somit der Ausbruch und auch die Verstärkung vermindert
werden. Rücksprache mit dem Arzt sollte in jedem Fall so früh wie möglich
gehalten werden.

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